Rasenmäher - der Oberbegriff
Bei der Auswahl des richtigen Rasenmähers kommt es auf viele Faktoren an. So müssen Sie abwägen, wieviel Zeit Sie
in Ihre Rasenpflege investieren können, wie gross Ihr Rasen ist und schliesslich was Sie in einen Rasenmäher investieren wollen.
Erst dann geht es daran, das richtige Gerät auszuwählen. Ob Rasentraktor,
Spindel-,
Antriebs-, Benzin- oder
Elektromäher müssen Sie schliesslich selbst entscheiden.
Wir erklären Ihnen worauf es ankommt.
Welche Schnittbreite ist richtig?
Prinzipiell gilt: Je größer der Garten, desto größer sollte auch die Schnittbreite des
Rasenmähers gewählt werden.
Es hat zum Beispiel keinen Sinn, mit einer Schnittbreite von 36 cm eine Fläche von 1000qm zu mähen. Das ist zwar machbar, aber Räder, Motorleistung,
Ergonomie usw. sind völlig unpassend. Sie hätten nicht lange Freude an dem Gerät. Wählen Sie daher die Schnittbreite nicht zu klein.
Näheres dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Schnittbreite.
Der Grasfangkorb:
Die Größe des Grasfangkorbes hängt von der Größe des Rasenmähers ab. Je größer der Grasfangkorb ist, desto seltener müssen Sie stoppen und den Korb
entleeren. Jeder Stopp kostet Zeit und verlängert somit die Mähzeit. Achten Sie also darauf, daß bei einem großen Mäher auch ein entsprechender Grasfangkorb vorhanden ist.
Schnitthöhenverstellung - warum?
Entsprechend der Witterung sollten Sie die Schnitthöhe einstellen können.
Im Sommer würde der Rasen beispielsweise bei langer Sonneneinstrahlung und kurzem Schnitt austrocknen und verbrennen.
Hier ist eine höhere Schnitthöhe angebracht. Wenn Sie längere Zeit im Urlaub waren, ist ein Radikalschnitt auf die gewünschte Länge
nicht ratsam. Besser ist es, wenn Sie den Rasen in zwei "Schichten" mähen. So hat die Wurzel Zeit sich dem Oberhalm anzupassen.
Als Faustregel gilt, nie mehr als ein Drittel der Halmlänge zu kürzen. Achten Sie daher beim Kauf eines Rasenmähers auf eine komfortable,
idealerweise zentrale Schnitthöhenverstellung.
Welches Gehäuse ist das richtige?
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Stahl-Blechgehäuse, Kunststoffgehäuse und Aluminium-Druckgußgehäuse.
Gehäuse aus Stahlblech werden mit riesigen Pressen gestampft (tiefgezogen) und können daher nur bis zu einem bestimmten Grad in eine
optimale Form gebracht werden. Zu große Höhenunterschiede würden das Gehäuse schnell reißen lassen.
Daher können Stahlblechgehäuse nie eine optimale Turbinenform für guten Grasauswurf bieten.
Je nach Preislage ist das Blech dicker oder dünner und die Lackierung preiswert oder hochwertig.
Das Gehäuse muß regelmäßig gepflegt werden, sonst rostet es einem nach ein paar Jahren durch.
Bei Kunststoffgehäusen wird der flüssige Kunststoff in eine Form gedrückt (gespritzt) und nach dem Abkühlen entnommen.
Durch diese Technik kann man fast jede gewünschte Form realisieren und so einen optimalen Grasauswurf sichern.
Der verwendete Kunststoff ist von Hersteller zu Hersteller sehr unterschiedlich. Es gibt billigen Kunststoff,
der bereits nach ein paar Jahren spröde ist (altert) und beim kleinsten Stein in Stücke zerbricht, oder teuren
Kunststoff (z.B. ABS), der über 15 Jahre seine elastische Qualität behält. Nur guter Kunststoff ist teuer !
Sparen Sie auch hier nicht am falschen Ende !
Aluminium-Druckgußgehäuse haben die höchste Wertigkeit bei Gehäusen. Profimäher und alle höherpreisigen Produkte verwenden dieses Material.
Wie beim Kunststoff kann man auch hier jede Gehäuseform realisieren.
Da Alu-Druckguß ein sprödes (aber sehr haltbares) Material ist, haben gute Profimäher zusätzlich einen Stahlring im Gehäuse eingeschraubt,
der das Gehäuse vor großen Steinen schützt.
Auch hier gilt: Ein paar Euro mehr investiert rechnet sich über die Jahre. Und außerdem haben Sie vom ersten Tag an eine perfekte Grasaufnahme auch wenn das Gras mal feuchter ist.
Kugelgelagerte Räder?
Je nach Größe des Rasens und der Mähzeit sollte man sich überlegen, ob man kugelgalagerte Räder wählt. Die Kraft zum Schieben
eines Mähers ist bei gleitgelagerten einfachen Rädern fast 40% höher als bei kugelgelagerten Rädern.
Probieren Sie es einmal aus: Bei der Marke Gutbrod gibt es einige Modelle, die diesen Vergleich erlauben. Der HB 48 und HB 48 L unterscheiden
sich z.Bsp. durch die kugelgelagerten Räder. Geben Sie beiden einen Stoß mit einem Finger.
Während der HB 48 schon nach 30 cm stehen bleibt, rollt der HB 48 L noch weiter und erreicht fast 100 cm.
Und wieder gilt: Einmal ein paar Euro mehr ausgegeben erleichtern einem das Leben für die nächsten 10 bis 15 Jahre enorm.
Eine große Auswahl an Motorgeräten finden sie in unserem Shop.
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